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Der Mathare Slum


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Der Mathare Slum, eine der bevölkerungsreichsten, informellen Siedlungen des urbanen Subsahara-Afrikas, liegt im Nordosten der kenianischen Metropole Nairobi. Mathare gilt als Ostafrikas ältester Slum und Wohnort für rund 600.000 Menschen. Es darf angenommen werden, dass der gravierende Großteil von Mathares Einwohnern unterhalb der relativen wie absoluten Armutsgrenze lebt.

Das gesellschaftliche Miteinander in Mathare leidet insbesondere unter einer hohen Kriminalitätsrate sowie den gesundheitlichen Risiken für die Lokalbevölkerung. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Mathare beträgt ca. 46 Jahre.

Als infrastrukturelle Mankos sind fehlende Kanalisation, Wasserleitungen und Sanitäranlagen, mangelhafte Stromversorgungsnetze sowie nicht vorhandene Verkehrswege für Kraftwagen und Abfallentsorgungsmöglichkeiten  zu nennen. Erschwerend kommt hinzu, dass Behausungen beinahe ausschließlich durch provisorische Wellblech- oder Holz-Lehm-Bauweisen konstruiert sind.

Wirtschaftlich erfolgt die Deckung des Güterbedarfs größtenteils innerhalb eines autarken Binnenmarkts, welcher einem informellen Wirtschaftssektor zugeordnet werden kann. Dieser ist geprägt durch Selbstversorgung und  Kleinunternehmertum.

Für die schätzungsweise 300.000 in Mathare lebenden Kinder im Grundschulalter (6 – 14 Jahre) bestehen lediglich drei öffentliche Grundschulen, mit insgesamt etwa 3.100 Schulplätzen. Um die Nachfrage an Bildungsdienstleitungen zu befriedigen, gründen Einheimische deswegen selbst Schulen. Rund 90 Grundschulen wurden bereits durch eigeninitiatives, proaktives Handeln der Lokalbevölkerung in Mathare gegründet, welche niederschwellige Bildungsangebote für ca. 18.000 Kinder schaffen. Wir unterstützen diese lokalen Schulgründer dabei die Bildungsteilhabe nachhaltig auszuweiten!

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Quelle: Kletzka, Patrick (2014): Edupreneurship in Kenia (unveröffentlichte Abschlussarbeit), Wuppertal 2014.